Live-Update für eine Windows-Desktop-Anwendung programmieren
Programm und Daten auf entfernten Kunden-PCs aktualisieren.

Ähnlich wie ein Satellit in der Umlaufbahn ist ein auf dem Kunden-PC installiertes Programm kaum mehr erreichbar. Noch schlimmer: Tritt dort ein Fehler auf, kann dieser kaum mehr behoben werden. Es sei denn, die Software-Entwicklung hat rechtzeitig Vorsorge getroffen. Dieser Beitrag beschreibt, was zu tun ist.

Einer der großen Vorteile einer Webanwendung besteht darin, dass Updates nur auf dem zentral verwendeten Server durchzuführen sind. Dabei kann es sich um neue Programmversionen, eine Fehlerbehebung oder auch neue Daten handeln. Über diesen Luxus verfügt der Programmierer einer Desktop-Anwendung leider nicht. Er muss schon bei der ersten Veröffentlichung des Programms einen Mechanismus zur Aktualisierung ausliefern.

Live-Update für individuell programmierte Software

Der Lebenszyklus einer Desktop-Anwendung beginnt mit der Verteilung des Installationsprogramms (auch Setup genannt). Der Empfänger des Programms führt das Installationsprogramm aus und fortan befindet sich das Programm auf seinem PC. Dies kann um die Ecke in Oberbierenbach oder auch in China oder den USA sein. Da man dort nicht mal eben zur Fehleranalyse hinfahren kann und bei vielen Kunden aus Gründen der Vertraulichkeit auch keine Fernwartung möglich ist, benötigt das Programm einen möglichst stabilen Update-Mechanismus. Da dieser mit dem bereits installierten Programm, also sozusagen in Echtzeit, ausgeführt werden muss, spricht man von einem Live Update.

Es empfiehlt sich, ein solches Live Update von einem sogenannten Loader durchführen zu lassen. Dabei handelt sich um ein kleines Programm, das folgende Aufgaben durchführt:

Diagramm zum Live-Update für individuell programmierte Software