Ist das Magie oder handwerkliches Können?
So wird eine individuelle Software termingerecht fertig.

Bei Projekten im Allgemeinen und bei Software-Projekten im Speziellen treten immer wieder Risiken auf, die auch zu zeitlichen Verzögerungen führen können. Eine wesentliche Maßnahme zur Einschränkung dieser Risiken ist die kontinuierliche Überwachung des Projekts. Mit einem guten Projektstatusbericht bleibt das Software-Projekt transparent – für den Projektleiter, für die Programmierer und für den Auftraggeber.

„Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ heißt es sprichwörtlich. Wendet man diese Regel auf Software-Projekte an, dann kommt es auf das frühzeitige Erkennen von Problemen an. Mit einem Projektstatusbericht können Sie jederzeit ermitteln, ob sich das Projekt noch innerhalb der kalkulierten Aufwände befindet. Und diese wirken sich bekanntlich auch auf den Terminplan und die Programmierkosten aus. Je früher Sie Unstimmigkeiten erkennen, desto mehr Zeit haben Sie für die Einleitung von wirksamen Gegenmaßnahmen.

Den Status eines Software-Projektes kontinuierlich ermitteln.

Wenn die Software-Entwicklung erst einmal begonnen ist, dann sind viele Rahmenparameter unveränderlich. Es gibt eine Abschätzung des Programmieraufwands pro Request Key und auch ein maximales Gesamtbudget für die Programmierung der Software. Meistens stehen auch der Terminplan und die verfügbaren Programmierkapazitäten schon fest. Gerade in dieser Phase ist es besonders wichtig, das Projekt genau im Auge zu behalten.

Hierzu ist eine genaue Datenbasis erforderlich. Am besten verfügen Sie über eine Aufwandsabschätzung mit folgenden Angaben:

  • Request Key
  • Kalkulierter Aufwand in Stunden.

Der Projektstatusbericht erfordert die Eingabe des Wertes „% Erledigt“. Dies besagt, wie weit die Programmieraufgabe, die sich hinter dem Request Key verbirgt, bereits fertig gestellt ist. Diese Betrachtung erfolgt unabhängig von der benötigten Programmierzeit. Es geht lediglich um den Grad der technischen Fertigstellung. Wenn Sie diesen Wert pro Request Key pflegen, dann können Sie den Gegenwert der Fertigstellung in Stunden und den Gegenwert noch nicht erledigter Stunden ganz einfach in Excel berechnen. Durch Summenbildung erhalten Sie die Anzahl der Stunden, die die technisch funktionale Fertigstellung widerspiegelt. In dem nebenstehenden Diagramm sind dies 41,8 Stunden.

Auf der anderen Seite sollten die Programmierer in einem Ticketsystem oder einem anderen hierfür geeigneten System die tatsächlich benötigte Programmierzeit eingegeben haben. In dem Diagramm sind dies 72 Stunden. Es wurde also mehr Zeit benötigt, als ursprünglich geplant. Wenn Sie aus den beiden Werten einen Quotienten bilden und diesen mit der kalkulierten Anzahl Stunden multiplizieren (im Beispiel: 72/41,8 * 67 = 115,5), dann erhalten Sie eine Prognose für die Stunden bis zur Fertigstellung der Programmierung.